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Antiviren-, Firewall- und andere Schutzprogramme: Virenschutz als gesetzliche Grundlage ?

Windows 7 Sämtliche Fragen zur Bedienung von Firewalls, Anti-Viren Programmen, Anti Malware und Anti Trojaner Software sind hier richtig. Dies ist ein Diskussionsforum für Sicherheitslösungen für Windows Rechner. Benötigst du Hilfe beim Trojaner entfernen oder weil du dir einen Virus eingefangen hast, erstelle ein Thema in den oberen Bereinigungsforen.

Antwort
Alt 16.03.2003, 14:53   #1
Eisbaer
Administrator, a.D.
 

Virenschutz als gesetzliche Grundlage ? - Frage

Virenschutz als gesetzliche Grundlage ?



Also ich bin ja schon lange der Meinung, jeder E-Mail Anbieter sollte es zur Pflicht auferlegt werden Virenschutz auf den E-Mail Servern zu installieren. Natuerlich auch mit regelmaessigen Updates (noch besser automatisch, ist ja auch moeglich). Wer das nicht macht, dem sollte man den Saft abdrehen.

Denn diese ganzen E-Mail Wuermer findet fuer gewoehnlich jedes AntiVirus Programm. Die ganze Seuche mit den Mailwuermern haette sich dann sehr schnell zu einem nicht unerheblichen Teil erledigt. Vielen Autoren dieser Malware wird meiner Meinung schnell die Lust vergehen, da diese innerhalb weniger Stunden (oder sogar Minuten, je nach AntiVirus Firma) schon wieder gestoppt werden.

Weitere Vorteile:
- Spart enormen Datentraffic weltweit. Traffic = Kosten - Weniger Traffic = Weniger Kosten [img]smile.gif[/img]

- Weitaus weniger neue Infektionen

Nachteile:
AV-Firmen verkaufen aller Wahrscheinlichkeit weniger ihre Home User Produkte.

Was haltet ihr eigentlich von dieser doch so einfachen Idee ? Selbst wenn das nur fuer Deutschland gelten wuerde, waeren wir schon ein erhebliches Stueck weiter. Man stelle sich nur mal vor, Anbieter wie GMX, Web.de, T-Online, AOL, Freenet und noch ein paar andere grosse Anbieter wuerden diese ganzen Wuermer schon rausfiltern . . .
Wuerde sogar in den meisten Faellen (damit meine ich die verschiedenen Wuermer) gehen. Aber AV-Software waere noch besser.

Oder was haltet ihr davon:

Jeder Internetprovider baut in seinen AGB´s eine Klausel ein, dass der Kunde ein AntiVirus Programm zu installieren und aktualisieren hat. Wenn er das nicht macht und verbreitet Wuermer, kommt er fuer Schaeden auf (bei anderen Usern und entstandene Traffic - Kosten des Providers).

Der Kunde wird nur in dem Fall nicht zur Rechenschaft gezogen, wenn der Virenscanner den Wurm / Virus nicht gefunden hat.

Diese Moeglichkeit ist etwas wage und nicht leicht in der Umsetzung und Kontrolle, gebe ich ja zu. Doch vielleicht sind das Ansaetze ?
Aber was seht ihr sonst noch fuer Moeglichkeiten, damit dieser ganze "Mailwurm - Horror" endlich aufhoert oder wenigstens eingedaemmt wird ?

Ich bin der festen Ueberzeugung, nur harte Methoden werden zu einem merkbaren Erfolg fuehren. Die User auf Umsichtigkeit u. Misstrauen zu "erziehen" - das habe ich laengst aufgegeben. Wobei ich schon meine, dass unsere (und natuerlich auch andere Securityseiten) Seiten sehr wohl einen kleinen Beitrag geleistet haben. Aber selbst alle Seiten zusammen erreichen nur einen winzigen Bruchteil der Internetgemeinde. Dazu noch die Leute, die so etwas zwar lesen, jedoch entweder nicht Ernst nehmen oder es schnell wieder vergessen. - Am Ende bleiben dann nur noch recht wenige User uebrig (gemessen an der gesamten Internetgemeinde in Deutschland), die sich umsichtiger im Internet bewegen.

Schreibt mal eure Vorschlaege, was man noch unternehmen koennte bzw. ihr von meinen Ausfuehrungen haltet.

Gruss Eisi

Alt 16.03.2003, 15:03   #2
Lucky
/// Helfer-Team
 
Virenschutz als gesetzliche Grundlage ? - Beitrag

Virenschutz als gesetzliche Grundlage ?



Das mit der AGB ist blöd, denn was bringt das, wenn das AV Programm einen Schädling nicht identifiziert, und der User meint er ist sicher usw. Ansonsten das mit auf dem Mailserver installieren, wäre eine sehr gute Idee.
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Alt 16.03.2003, 15:05   #3
The_Real_Gummibärchen
 
Virenschutz als gesetzliche Grundlage ? - Daumen hoch

Virenschutz als gesetzliche Grundlage ?



@Eisbaer
Deiner ersten Idee kann ich voll zustimmen. Dieses wird von einigen Gesellschaften (z.B. der KomTel) auch bereits angeboten, kostet aber eine zusätzliche monatliche Gebühr (im Fall der KomTel: 2 EURO).

Den meisten Nutzern sind aber anscheinend diese 2 EURO für einiges mehr an Sicherheit zu viel. Da werden lieber hohe Beträge in Firewalls und anderen Kram gesteckt, den kein Mensch braucht (ich meine jetzt nicht vernüftige AntiVir-Programme).
Gruß
T_R_G
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Alt 16.03.2003, 15:25   #4
mmk
 
Virenschutz als gesetzliche Grundlage ? - Blinzeln

Virenschutz als gesetzliche Grundlage ?



Hallo Eisi,

einen sonnigen Sonntagnachmittag wünsche ich!

</font><blockquote>Zitat:</font><hr />Original erstellt von Eisbaer:
Also ich bin ja schon lange der Meinung, jeder E-Mail Anbieter sollte es zur Pflicht auferlegt werden Virenschutz auf den E-Mail Servern zu installieren.</font>[/QUOTE]Sicher wäre dies eine effiziente Möglichkeit, einen _Großteil_ der Mailwürmer bereits frühzeitig abzufangen bzw. dauerhaft präsente Varianten wie Klez in seiner Verbreitung erheblich einzuschränken.

Allerdings meine ich, dass _zusätzlich_ zu diesen Maßnahmen ebenso eine unbedingte Notwendigkeit des lokalen Schutzes, ausgeführt durch den User, besteht. Wenn nämlich Malware in einem Bereich etwas verdrängt werden würde, sehe ich nämlich eine Konzentration auf bzw. Zunahme in andere(n) Bereiche(n) (noch mehr Malware im Backdoor-Bereich, vermehrte Verbreitungen über unsichere Software wie den Internet Explorer, etc.).

</font><blockquote>Zitat:</font><hr />Nachteile:
AV-Firmen verkaufen aller Wahrscheinlichkeit weniger ihre Home User Produkte.</font>[/QUOTE]Somit wird imho auch die Nutzung eines lokalen Virenschutzes alles andere als "unnötiger"....

</font><blockquote>Zitat:</font><hr />Jeder Internetprovider baut in seinen AGB´s eine Klausel ein, dass der Kunde ein AntiVirus Programm zu installieren und aktualisieren hat.</font>[/QUOTE]Effizienter: Eine eingehende, fachlich qualitativ hochwertige Information zum Thema Sicherheit auf dem Heim-PC für den Internet-Einsteiger, Auflistung realer "Gefahren" und Konsequenzen für den User selbst, wenn er diese essentiellen Schutzmaßnahmen unterlässt. Das Problem ist nämlich in erster Linie die Unwissenheit der Internet-Neulinge.

Und wer sonst als der Provider, dort, wo der User den Einstieg findet, hätte da besser Möglichkeiten der Erstinformation? Doch keiner sonst. Denn ohne Provider kein Internet. [img]smile.gif[/img]

Ich habe ausdrücklich von qualitativ hochwertigen Infos gesprochen, also nicht von Verweisen nach dem Motto: "Und zum Thema Internetsicherheit lesen Sie bitte diesen oder jenen Abschnitt in der ComputerBild!".

Problem dabei eben: Auch hier (wenn von den Providern etwas käme) ginge der Verkaufsgedanke _vor_ wirklich qualitativ hochwertiger Information.

</font><blockquote>Zitat:</font><hr />Ich bin der festen Ueberzeugung, nur harte Methoden werden zu einem merkbaren Erfolg fuehren. Die User auf Umsichtigkeit u. Misstrauen zu "erziehen" - das habe ich laengst aufgegeben.</font>[/QUOTE]Wirklich effektiv wäre, wenn nur jemand mit einer Art "Internetfühererschein" auch Zugang zum Netz bekäme. Aber das sehen dann sicher einige wieder als "zu hart" an. Allerdings sollte man dazu festhalten: es geht ja bei diesem Gedanken auch um den Schutz für den User selbst, für die Sicherheit _seiner_ Daten und Dateien, man denke dabei nur z.B. an die Nutzung von Homebanking, während sich ein Keylogger auf dem Rechner befindet. Viele speichern dazu gar ihre PINs und TANs auf dem Rechner ab. Alles Dinge, die ein ausreichendes Wissen verhindern würde.

</font><blockquote>Zitat:</font><hr />Am Ende bleiben dann nur noch recht wenige User uebrig (gemessen an der gesamten Internetgemeinde in Deutschland), die sich umsichtiger im Internet bewegen.</font>[/QUOTE]Nun ja, andererseits: Wer sich von sich aus informiert, und das macht man logischer Weise bei Dingen, von denen man noch keine Ahnung hat, wird auch keine Probleme bekommen. Man kann einfach nicht erwarten, dass man etwas Neues ohne Lernen sofort beherrscht. Doch das ist wohl eher ein gesellschaftliches Problem...

[ 16. M&auml;rz 2003, 16:38: Beitrag editiert von: mmk ]
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Grüße, Markus

Alt 16.03.2003, 21:55   #5
Paranoia
Administrator
> law & order
 
Virenschutz als gesetzliche Grundlage ? - Beitrag

Virenschutz als gesetzliche Grundlage ?



Ich bin gegen eine gesetzliche Regelung. Auch wenn man es von Juristen nicht annimmt, sind für selten für neue sie Gesetze!(Es sei denn, alte sind unbrauchbar, was auch vorkommen mag )
Eine gesetzliche Regelung dieser Fragen halte ich für verfehlt. Genauso kann man gesetzlich vorschreiben, das nur noch Autos mit ESP, 6 Airbags und ... und ...und ... gefahren dürfen und das die Benutzung von Kondomen Pflicht ist.
Es mag in vielen Augen sinnvoll erscheinen, aber es ist nicht Sache des Staates! Noch leben wir in einem Staat, der vernünftiges Handeln nicht gesetzlich vorschreibt und dies ist in meinen Augen auch nicht Sache des Staates. Jeder hat das Recht zu tun, was er will, solange es nicht verboten ist, oder die Rechte anderer einschränkt. Sei es auch noch so dumm! Wenn man anfängt, vom Staat zu verlangen, er soll für die Vernunft der Bürger einstehen, landen wir sehr bald im Roman 1984. Oder soll der Staat uns auch vorschreiben, dass wir nur noch Linux benutzen dürfen; Provider Email nach Viren, Dialer, Spam, Dreckigen Wörtern, JokeMails, Unsinnigen Filmen und so weiter filtern müssen und der Internetzugang durch staatliche Kontrolle auf Seiten beschränkt sein soll, die nicht rechtes, linkes, sexistisches und politisch unkorrekte enthalten?

Ich denke nicht.
Jeder ist selber verantwortlich, für das was er tut. Nur solange dieser Grundsatz besteht, darf auch jeder tun, was er will.

Das sagt jemand, der zwar ein MS-System nutzt, aber sein System vor Dialern schützt, mit seiner EMail und sonstigen persönlichen Daten paranoid ist, einen EMail-Virenschutz hat und zwei aktuelle Virenscanner(nicht gleichzeitig ) auf seinem System hat. Aber ich bin trotzdem froh, dass mich keiner dazu gezwungen hat und es meine eigene freie Entscheidung ist.
So hat auch jeder das Recht, sich nicht zu schützten, mag es auch noch so dumm sein. Er muß allerdings damit rechnen, dass man ihm dafür die Verantwortung gibt
Para

[ 17. M&auml;rz 2003, 09:31: Beitrag editiert von: Paranoia ]

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- Wenn die Klugen nachgeben, regieren die Dummen. -

Alt 17.03.2003, 01:39   #6
Der Hirsch
 
Virenschutz als gesetzliche Grundlage ? - Daumen hoch

Virenschutz als gesetzliche Grundlage ?



@PARANOIA

Zu 100% ACK!

Gruß
Der

Alt 17.03.2003, 06:11   #7
Heike
 
Virenschutz als gesetzliche Grundlage ? - Icon30

Virenschutz als gesetzliche Grundlage ?



Paranoia schrieb:
</font><blockquote>Zitat:</font><hr /> Ich bin gegen eine gesetzliche Regelung. </font>[/QUOTE]Das bezieht sich ja nur auf eine zusätzliche Regelung, denn es bestehen ja gesetzliche Regeln.

Klick!

Ich stimme Deiner Auffasung im obigen Posting ebenfalls vollkommen zu.

Eisbaer schrieb:
</font><blockquote>Zitat:</font><hr /> Die User auf Umsichtigkeit u. Misstrauen zu "erziehen" - das habe ich laengst aufgegeben. </font>[/QUOTE]Es wird wohl auch nie gelingen.
Da aber meine Gedanken dazu hier wieder nur zu Geflame führen würden, schreibe ich Dir dazu lieber eine Mail. Wir können ja darüber auch mal im Chat reden.

Viele Grüße, Heike
__________________
Es ist besser für das, was man ist, gehasst, als für das, was man nicht ist, geliebt zu werden.
(Kettcar)

Alt 17.03.2003, 08:23   #8
Paranoia
Administrator
> law & order
 
Virenschutz als gesetzliche Grundlage ? - Beitrag

Virenschutz als gesetzliche Grundlage ?



Original erstellt von Heike:
Das bezieht sich ja nur auf eine zusätzliche Regelung, denn es bestehen ja gesetzliche Regeln.

Klick!

</font>[/QUOTE]Tja, ich würde sagen nein.
Klar sind Viren, Würmer, Trojaner uns Spam verboten, aber wir reden hier von einer gesetzlichen Regelung zur Verpflichtung zu Schutzmaßnahmen. So etwas gibt es nicht und ich bezweifele auch, dass derartige Regelungen mit unserer Verfassung in Einklang zu bringen wäre. Im Ergebnis würde das wohl nur dazu führen, dass die Mailserver ins Ausland abwandern würden.
Ich bin allerdings guter Dinge, dass sich derartiges freiwillig im Markt durchsetzen wird. So bittet 1und1 seinen Internetkunden kostenlosen Virenschutz für ein Pop3-Acount und demnächst wohl auch Spamschutz(wovon auch GMX-Kunden profitieren werden ). Wenn die Leute dies als zusätzliches Kaufsargument bemerken und würdigen, werden wohl andere nachziehen. (Die Argumente für den Spamschutz bei 1und1 waren übrigens niedrigere Kosten durch den verringerten Traffic . Was wohl auch bei Viren zutrifft.) Deswegen hoffe ich, dass sich dies durchsetzen wird. Ohne Zwang.
Para

[ 17. M&auml;rz 2003, 09:29: Beitrag editiert von: Paranoia ]
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- Wenn die Klugen nachgeben, regieren die Dummen. -

Alt 17.03.2003, 08:36   #9
Eisbaer
Administrator, a.D.
 

Virenschutz als gesetzliche Grundlage ? - Beitrag

Virenschutz als gesetzliche Grundlage ?



</font><blockquote>Zitat:</font><hr /> Genauso kann man gesetzlich vorschreiben, das nur noch Autos mit ESP, 6 Airbags und ... und ...und ... gefahren dürfen und das die Benutzung von Kondomen Pflicht ist. </font>[/QUOTE]Vergleich hinkt aber doch etwas [img]smile.gif[/img] - Immerhin schreibt der Staat ja auch vor, wie schnell man wo mit dem Auto fahren darf, wo du dein Auto abstellen darfst usw. , usw. . . . Warum wird denn nicht auch hier auf die Vernunft der Buerger gesetzt ? - Im Strassenverkehr ist auch jeder fuer das Verantwortlich, was er tut.

In Sachen Internet tut sich der Gesetzgeber immer so schwer. - Scheinbar ueberfordert ?

Fuer jeden Kram gibt es gesetzliche Regelungen. Sollen welche speziell fuer Computer und Internet geschaffen werden, reagieren viele User immer so empfindlich. Wegen Ueberwachung und so weiter - Warum ?

Im Strassenverkehr wurden auch gesetzliche Regelungen geschaffen, da es anders wohl nicht geht. - Warum nicht auch fuer so einfache Sachen, wie von mir beschrieben ?

Kommt mir nicht damit, die jetzigen Gesetze wuerden ausreichen. Verklage doch mal einen Provider oder User wegen Beihilfe zur Verbreitung von Malware. Oder warum treiben manche Dialeranbieter und deren Seitenbetreiber seit Jahren ihr Unwesen und niemand kuemmert sich so richtig, da keinerlei Handhabe ?

Wenn das so weitergeht wird das Internet verkommen oder bald gibt es die totale Ueberwachung, was ja auch keiner so richtig will. - Denkt an meine Worte.

Gruss Eisi

Alt 17.03.2003, 09:59   #10
Paranoia
Administrator
> law & order
 
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Virenschutz als gesetzliche Grundlage ?



Ich finde gerade, dass der Vergleich deswegen nicht hinkt, denn auch vieles im Bereich Internet ist geregelt. Dialer sind Betrug, Viren und Trojaner sind verboten(siehe Artikel ), Beleidigung ist verboten. Es ist eigentlich alles verboten, was auch im wahren Leben verboten ist, auch wenn viele dies anscheinend nicht wissen. Gerade deswegen finde ich spezielle Regelungen nicht angebracht, weil diese Dinge schon geregelt sind.
Und das Problem des Internetrechtes ist, denjenigen zu erwischen. Vor allem, da staatliche Grenzen als solche im Netz nicht bestehen. Das Netz ist halt worldwild, aber es gibt keine weltweite Behörde.
Dein Beispiel mit der Beihilfe finde ich fast bedenklich, da Beihilfe auch einen Vorsatz bedarf und es nun mal Aufgabe des Staates, bzw. des Staatsanwaltes ist, diesen Vorsatz zu beweisen. Anders wäre es nur, wenn man dem Provider eine Pflicht zur Überwachung seiner User geben würde und dies finde ich sehr bedenklich. Alle Welt meckert gegen TCPA. Wie würde sie erst meckern, wenn eine Überwachung durch Internetprovider geschehen würde, was für Daten dieser versendet, falls Viren oder Dialer dabei wären.

Und wieso viele Dialeranbieter solange ungeschoren davon gekommen sind? Wahrscheinlich, weil die Behörden zulange gebraucht haben, um es zu bemerken. Und weil das Feld sehr neu ist. Es ist nun mal eine recht neue Entwicklung gewesen, bei der viele erst im Laufe der Zeit diese überhaupt erst bemerkt haben. Und deswegen jetzt neue Gesetze zu entwickeln, halte ich für falsch, vor allem, da die Alten anwendbar sind und genauso greifen.

Wieso ich so gegen neue Gesetze bin?

Neue Gesetze sind sehr oft unbrauchbar, weil zu schnell oder populistisch geschaffen(siehe erste Dialerverordnung). Auch Gesetze müssen reifen und ihre Anwendung wird vielfach erst durch Richterliche Kontrolle von höheren Gerichten sicher.

Wir sind schon überreguliert! Ich habe 10 Jahre studiert und behaupte bei weitem nicht, alle Gesetze zu kennen. Ich habe in dieser Zeit nur gelernt, Gesetze zu verstehen und anzuwenden. Jedes neue Gesetz macht es, vor allem für Nichtjuristen, komplizierter. Ich denke da zum Beispiel an die Impresoriumspflicht. Über die Hälfte der Webseiten, die eigentlich Impressorien bräuchte, hat keine und sehr viele, die keine bräuchten, haben welche.
Ziel von Gesetzen muss Rechtssicherheit sein, nicht Rechtsverwirrung! Wenn ich nun anfange, für jede Abwandlung einer Materie neues Recht zu schaffen, mache ich es dem Bürger eigentlich unmöglich, sich rechtmäßig zu verhalten. (einfaches Beispiel: Wer weiß, dass ein Baustellenschild im Straßenverkehr automatisch Tempo 30 bedeutet? Wer hält sich daran?)

Deswegen will ich neue Gesetze nur, wenn sie absolut notwendig sind und gerade das sehe ich hier nicht. Die von dir angegebenen Beispiele sind durch unser derzeitiges Recht zu belangen. Und gerade für Verpflichtungen muss die Prüfung der Notwendigkeit sehr streng sein, da der Staat Verhalten nur erzwingen darf, wenn es keine andere Möglichkeit gibt, oder zwingende Gründe des Allgemeinwohls geradezu dazu verpflichten. So gab es damals bei der Einführung der Gurtpflicht einen sehr umfangreichen Streit, ob der Staat die Bürger dazu zwingen darf, sich selber zu schützen. Streitentscheidend waren die hohen Kosten(wegen der schweren Verletzungen bei Unfällen ohne Gurt) die die Allgemeinheit zu tragen hat. Viren und Trojaner mögen lästig sein und Dialer auch die Einzelperson Geld kosten mögen, aber die oben genannte Schwelle erreichen sie beileibe nicht. (Vor allem nach dem Landgerichturteil zu Dialern, welches zum BGH gehen wird. Die Höchstrichterliche Entscheidung rückt in greifbare Nähe ) Dies alles ließe sich mit einer konsequenten Anwendung der bestehenden Gesetze verhindern. Ich gebe zu, dass es daran teilweise noch hapert, aber dies wäre wohl auch mit neuen Gesetzen nicht viel anders. Große Körper reagieren nur man im Normalfall träge und die Justiz ist ziemlich groß.

Ich kann verstehen, dass du vom Kampf gegen Windmühlen genervt bist, aber dieser Weg ist aus meiner Sicht der falsche Weg. Man kann niemanden zu klugem Verhalten zwingen. Mann kann nur versuchen, ihn zu überzeugen. Aber der Grundgedanke unseres Staates ist nun mal die Handlungsfreiheit des Einzelnen und der gibt auch das Recht zu Dummheit. Wenn man anfängt durch Gesetze den Bürger zu verpflichten, sich klug zu Verhalten, setzt man eine Entwicklung in Gang, die sich nur schwer bremsen lässt und die ins Üble führt. Viele werden sich bevormundet fühlen und andere werden verlangen, dass der Staat ihn überall sagt, was sie zu tun haben. Und einen Staat, der meint zu wissen, was gut für mich ist, will ich nicht.
Deswegen bleibt im Moment nur die Hoffnung, das die Strafverfolgung konsequenter gegen die Verbrecher auch im Internet vorgeht und solche Seiten, wie Trojaner-Info auch weiterhin die Leute vom vernünftigen Weg überzeugen.
Para

P.S. Deinen zweiten Vorschlag mit den AGB halte ich für nicht zulässig. Nach meiner Auffassung geht er über das hinaus, was ein Provider in seinem Vertrag verlangen darf und wäre somit als überraschende Klausel unzulässig. Zulässig wäre da höchstens ein Zwangsproxy mit Virenkontrolle oder Zugangssoftware mit eingebauter Virenkontrolle.

[ 17. M&auml;rz 2003, 11:05: Beitrag editiert von: Paranoia ]
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Alt 17.03.2003, 10:14   #11
manticore
 
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Virenschutz als gesetzliche Grundlage ?



Zum Vergleich mit dem Auto: Die Vorschriften hier sind m.E. auch angebracht, weil im Zweifelsfall bei der Dreistigkeit manches Verkehrsteilnehmers nicht nur mit Materialschaden zu rechnen ist, sondern mit erheblichen gesundheitlichen Gefährdungen vieler Verkehrsteilnehmer...
Gesetzliche Vorschriften für Mail-Anbieter oder Provider scheinen mir auch schon deshalb nicht sehr sinnvoll und nur sehr einseitig verpflichtend, weil sie letztendlich auch nur zu einer Art Scheinsicherheit führen würden a la "Mir kann so schnell nichts mehr passieren, mein Provider paßt ja auf". Letztendlich also ein Abwälzen von eigener Verantwortung.
Vielleicht würde folgende Überlegung mehr bringen: Der Dreh- und Angelpunkt allen Verdrusses ist mehrheitlich ein unsicher konfigurierter IE. Bevor ein Kunde also von seinem Provider den Mail-Schutz erhält, wird eine kurze Anleitung zum Thema "eingermaßen sicheres Konfigurieren" gegeben mit anschließenden Fragen, quasi wie eine Art Quiz, evtl. sogar in der Anlaufphase mit kleinen "Preisen"...
Es würde zumindest garantieren, daß sich User mit der Materie beschäftigen...

Liebe Grüße

[ 17. M&auml;rz 2003, 11:15: Beitrag editiert von: manticore ]

Alt 17.03.2003, 22:27   #12
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Virenschutz als gesetzliche Grundlage ? - Beitrag

Virenschutz als gesetzliche Grundlage ?



</font><blockquote>Zitat:</font><hr />Original erstellt von Eisbaer:
Also ich bin ja schon lange der Meinung, jeder E-Mail Anbieter sollte es zur Pflicht auferlegt werden Virenschutz auf den E-Mail Servern zu installieren. Natuerlich auch mit regelmaessigen Updates (noch besser automatisch, ist ja auch moeglich). Wer das nicht macht, dem sollte man den Saft abdrehen.
</font>[/QUOTE]vorneweg, ist das ein trollversuch/ flamewar test?

hmm, reden wir hier vom INTERNET oder vom DEUTSCHNET?
ansonsten solltest du mal anfangen nachzudeken (update auf brain 1.0). was du forderst klingt für mich nach (bezahltem) lobbyismus ala microsoft (tcpa, palladium). sollte man sich in dir so getäuscht haben?

ok nun zum dem virenschutz et all. warum gilt bei der software branche nicht das verursacher prinzip? warum werden die hersteller kaputter software nicht finanziell und rechtlich zur kasse gebeten (hier verweiße auf z.b. fahrzeughersteller).
was soll noch alles so auf server seite alles überwacht werden? kipo/ porno/ sex, urheberrecht, terrorismusverdacht, kriminalität....? ergänzt, was euch sonst so noch einfällt
das eigentliche problem hast du, lieber eisi, nicht bedacht. wie willst du dies durchsetzen (internet ist nicht deutschnet)? selbst eine EU-lösung würde nur einen teil des netzes tangieren. oder möchtest du länder als terrorstaaten bombardieren, welche sich solchen überwachungsabsichten wiedersetzen?

fang bitte mit dem denken an

ciao Heiko

Alt 18.03.2003, 00:27   #13
Eisbaer
Administrator, a.D.
 

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</font><blockquote>Zitat:</font><hr /> Ich finde gerade, dass der Vergleich deswegen nicht hinkt, denn auch vieles im Bereich Internet ist geregelt. Dialer sind Betrug, Viren und Trojaner sind verboten(siehe Artikel ), Beleidigung ist verboten. Es ist eigentlich alles verboten, was auch im wahren Leben verboten ist, auch wenn viele dies anscheinend nicht wissen. Gerade deswegen finde ich spezielle Regelungen nicht angebracht, weil diese Dinge schon geregelt sind. </font>[/QUOTE]Nur erstaunlich, dass sich z.B. um diesen Artikel niemand gekuemmert hat. Scheint also auch legal zu sein ? - Dann werde ich schnell meinen Beruf wechseln und in ein paar Monaten Ferrari fahren
Jetzt kann man natuerlich behaupten, ich haette dagegen vorgehen koennen. Wir stellen nur Infos bereit, nicht mehr und nicht weniger.

Anderes Beispiel:
Jemand faengt sich einen Wurm ein, hat keinen Virenscanner installiert und verbreitet diesen Wurm so massiv, dass sogar ganze (Mail-)Server lahmgelegt werden (ich uebertreibe jetzt mal ganz bewusst). Wer kommt fuer den Schaden auf ? Ich bin zwar kein Jurist, glaube aber schon, der Verursacher koennte sich aus der Schlinge ziehen. Aber ich lasse mich da gerne belehren. [img]smile.gif[/img]

</font><blockquote>Zitat:</font><hr /> Und das Problem des Internetrechtes ist, denjenigen zu erwischen. Vor allem, da staatliche Grenzen als solche im Netz nicht bestehen. Das Netz ist halt worldwild, aber es gibt keine weltweite Behörde. </font>[/QUOTE]Gibt es in anderen Laendern keine Gesetze ? Nicht alle Anbieter sitzen in exotischen Laendern, sondern sogar innerhalb der EG.

</font><blockquote>Zitat:</font><hr /> Dein Beispiel mit der Beihilfe finde ich fast bedenklich, da Beihilfe auch einen Vorsatz bedarf und es nun mal Aufgabe des Staates, bzw. des Staatsanwaltes ist, diesen Vorsatz zu beweisen. Anders wäre es nur, wenn man dem Provider eine Pflicht zur Überwachung seiner User geben würde und dies finde ich sehr bedenklich. Alle Welt meckert gegen TCPA. Wie würde sie erst meckern, wenn eine Überwachung durch Internetprovider geschehen würde, was für Daten dieser versendet, falls Viren oder Dialer dabei wären.
</font>[/QUOTE]Mir ist immer noch nicht klar, was daran bedenklich sein sollte, wenn lediglich Viren & Co. aus Mails gefiltert werden ? Das geht vollautomatisch und kein Mensch bekommt die Mails jemals zu Gesicht. Oder glaubt hier jemand, z.B. bei GMX sitzen Leute, die fremde Mails lesen ? - Die haben bestimmt anderes zu tun.

</font><blockquote>Zitat:</font><hr /> Und wieso viele Dialeranbieter solange ungeschoren davon gekommen sind? Wahrscheinlich, weil die Behörden zulange gebraucht haben, um es zu bemerken. Und weil das Feld sehr neu ist. Es ist nun mal eine recht neue Entwicklung gewesen, bei der viele erst im Laufe der Zeit diese überhaupt erst bemerkt haben. Und deswegen jetzt neue Gesetze zu entwickeln, halte ich für falsch, vor allem, da die Alten anwendbar sind und genauso greifen.
</font>[/QUOTE]So neu sind diese Dinge nicht, schon seit gut zwei Jahren wird Missbrauch mit Dialern betrieben.

</font><blockquote>Zitat:</font><hr /> Gesetzliche Vorschriften für Mail-Anbieter oder Provider scheinen mir auch schon deshalb nicht sehr sinnvoll und nur sehr einseitig verpflichtend, weil sie letztendlich auch nur zu einer Art Scheinsicherheit führen würden a la "Mir kann so schnell nichts mehr passieren, mein Provider paßt ja auf". Letztendlich also ein Abwälzen von eigener Verantwortung. </font>[/QUOTE]Die Gefahr besteht, dessen bin ich mir natuerlich auch bewusst. Trotzdem sind wir dann schon ein Stueckchen weiter, da sich die Neuinfektionen zumindest durch Mailwuermer drastisch reduzieren lassen.
Ihr werdet sehen, in ein paar Jahren werden alle Mailboxen mit Wuermern nur so ueberlaufen. Was machen schon ein paar 100 Terrabytes im Monat mehr an Traffic fuer einen Provider, die Kosten werden auf die Kunden abgewaelzt, wenn es finanziell brenzlich wird.
Letztes Jahr hatte ich z.B. ueber mehrere Wochen bis zu 150 MB nur SirCam Wuermer in der Mailbox. Meine Mailbox hat kein Speicherlimit, aber die von T-Online, Freenet, GMX, Web.de etc. . . Empfang von normalen (auch wichtigen !) E-Mails ist dann nicht mehr moeglich, da diese vom Mailserver abgewiesen werden (Speicherlimit ueberschritten bzw. erreicht).
Mir ganz persoenlich ist es egal, ob ich mehrere 100 Wurm-Mails am Tag bekomme oder nicht. Ich loesche alles auf dem Server und gut ist. Mailboxen anderer Provider sind dann halt dicht. Manche geben nur 5 oder 10 MB Speicherplatz. Diese sind dann recht schnell mal gefuellt.

</font><blockquote>Zitat:</font><hr /> Vielleicht würde folgende Überlegung mehr bringen: Der Dreh- und Angelpunkt allen Verdrusses ist mehrheitlich ein unsicher konfigurierter IE. Bevor ein Kunde also von seinem Provider den Mail-Schutz erhält, wird eine kurze Anleitung zum Thema "eingermaßen sicheres Konfigurieren" gegeben mit anschließenden Fragen, quasi wie eine Art Quiz, evtl. sogar in der Anlaufphase mit kleinen "Preisen"... </font>[/QUOTE]Es wird die meisten Neukunden nicht interessieren und der IE bleibt so, wie er ist. Also keine Konfiguration und der alte IE, den das Windows-System enthaelt. Also auch kein Update usw.

</font><blockquote>Zitat:</font><hr /> hmm, reden wir hier vom INTERNET oder vom DEUTSCHNET?
ansonsten solltest du mal anfangen nachzudeken (update auf brain 1.0). was du forderst klingt für mich nach (bezahltem) lobbyismus ala microsoft (tcpa, palladium). sollte man sich in dir so getäuscht haben? </font>[/QUOTE]Was hat denn Microsoft bitte mit Mailservern zu tun ? Es geht hier um Virenschutz und nicht Ueberwachung.

</font><blockquote>Zitat:</font><hr /> ok nun zum dem virenschutz et all. warum gilt bei der software branche nicht das verursacher prinzip? warum werden die hersteller kaputter software nicht finanziell und rechtlich zur kasse gebeten (hier verweiße auf z.b. fahrzeughersteller). </font>[/QUOTE]Was hat kaputte Software mit Virenschutz auf Mailservern zu tun ?

</font><blockquote>Zitat:</font><hr /> was soll noch alles so auf server seite alles überwacht werden? kipo/ porno/ sex, urheberrecht, terrorismusverdacht, kriminalität....? ergänzt, was euch sonst so noch einfällt </font>[/QUOTE]Ich rede immer noch Virenschutz und keine Ueberwachung. Was machst du eigentlich, wenn dein Provider ploetzlich wirklich Virenschutz von sich aus (ohne Mehrkosten) anbietet ? Wirst du ihn verklagen ? - Viel Spass dabei !

</font><blockquote>Zitat:</font><hr /> das eigentliche problem hast du, lieber eisi, nicht bedacht. wie willst du dies durchsetzen (internet ist nicht deutschnet)? selbst eine EU-lösung würde nur einen teil des netzes tangieren. oder möchtest du länder als terrorstaaten bombardieren, welche sich solchen überwachungsabsichten wiedersetzen? </font>[/QUOTE]Ich habe nur von Deutschland gesprochen und das wir dann schon ein erhebliches Stueck weiter waeren (ich wiederhole mich hier mehrmals !). Es waere ein Anfang. Bleibe du mal bei deinem Wort "Ueberwachung". Klar wird etwas "ueberwacht", naemlich damit keine Viren den Empfaenger erreichen. Ist doch eine gute Sache, oder etwa nicht ?

Vor allem die Problematik im Bezug auf Mailwuermern ist eine erhebliche Bedrohung fuer das gesamte Internet und der E-Mail Kommunikation. Ihr redet staendig nur von Ueberwachung und scheint das Problem nicht erkannt zu haben. Vernuenftige Gegenvorschlaege kommen auch nicht, ausser die User sollen sich informieren. Nur wird das nichts, ich rede da aus immerhin fuenf Jahren Erfahrung. Du erreichst nur einen winzigen Teil der Usergemeinde.

Also gut, ich mache noch einen Vorschlag:
Microsoft muss endlich dazu bewegt, werden wenigstens aktuelle Betriebssysteme sicherer zu machen oder zumindest etwas sicherer vorkonfigurieren. Nur werden die sich ein Ei darauf pellen, wenn ein paar User und Institutionen so etwas von MS fordern. Microsoft hat eine Marktdominanz im Home User Bereich, die auch in den naechsten Jahren niemand ueberbieten kann und wird.

Man kann auch andere Betriebssysteme verwenden. Dazu wirst du jedoch nur wenige User bewegen koennen. Die Gruende, warum das so ist, sind da sehr unterschiedlich.

Gruss Eisi

Alt 18.07.2004, 16:50   #14
_Max_
Gast
 
Virenschutz als gesetzliche Grundlage ? - Beitrag

Virenschutz als gesetzliche Grundlage ?



IMHO wären beide Vorschläge generell machbar. Para hat natürlich recht, dass vor einer gesetzlichen Regelung, Alles genauestens bedacht werden sollte. Falls es überhaupt dazu kommt.

Kein Mensch beschwert sich z.B. über geltende gesetzliche Bestimmungen.
Und die sich nicht an Gesetze halten, ist eigentlich vom Sachverhalt, z.B. Daten -o. Straßenverkehr unabhängig. Die Kontrolle ist der wichtige Punkt. Zur Zeit ist die Polizei nicht mal in der Lage, den Handytelefonierern beim Autofahren das Handwerk zu legen (Beispiel)

Anscheinend ist es ja normaler? Status, das Betriebssysteme u./o. Software unsicher sind oder sein können. Und da das wahrscheinlich die wenigsten neu PC-Käufer auf Anhieb interessiert, sind sie erst erstaunt, wenn nichts mehr geht. Was nun? Was tun?

Da die 6 Airbags angesprochen wurden, die reichen bei all den nachinstallierten Sicherheitspatches für XP z.B. bei weitem nicht!
Stelle man sich mal vor, ein Käufer kauft so ein Auto. Airbags gehen auf, obwohl keine Gefahr besteht oder gar nicht bei Gefahr. Na da möchte ich mal die Presse und die Allgemeinheit hören.

Wichtiger wäre, Para zustimmend, erst mal bestehende Gesetze durchzusetzen und die Einhaltung zu kontrollieren. Wieviele Virenprogrammierer wurden schon verurteilt (welches Strafmaß?), bzw. ermittelt, die Schaden angerichtet haben?

Also bleibt doch nur Eines zur Zeit, daß sich die User selbst um halbwegs Sicherheit bemühen. Und wie Heike sinngemäß sagt, versuchen ihren PC kennen zu lernen und zu verstehen.

Vielleicht wäre ein Vorschlag nützlich, daß die Verkäufer in Technikmärkten oder Läden verpflichtet werden, den Käufern Links wie z.B. www.Trojaner-Info.de zu empfehlen. Natürlich verbunden mit der Erläuterung, wozu das gut ist!

Und abschließend empfinde ich es nicht anders, dass ein Marktführer wie MS sicherheitstechnisch besser vorkonfigurierte BS auf den Markt bringen sollte. In der Chip 08/2004 war ein interessanter Vergleich von XP-Prof., Suse Linux 9.1 prof. und Apple MacOS 10.3.3 ohne Sicherheitspatches.
XP-Prof.: 25 Lecks, Suse Linux 9.1 prof.: 15, Apple MacOS 10.3.3: 6. Wobei hier zu beachten ist, dass bei Suse Linux 9.1 prof. und Apple MacOS 10.3.3 nicht ein Leck im Bereich der Gefahrenstufe: hoch festgestellt wurde!

Nach Installation von Updates und Patches liegt laut diesem Test XP-Prof. vorn: 0. Suse Linux 9.1 prof.: 5 und Apple MacOS 10.3.3: 2, jeweils Gefahrenstufe niedrig.

Alt 19.07.2004, 23:24   #15
Good Luck
 
Virenschutz als gesetzliche Grundlage ? - Standard

Virenschutz als gesetzliche Grundlage ?



Deine Idee finde ich gut!!
Wie wäre es, wenn du mal daran arbeitest u. der erste bist der soetwas auf einem Board anbietet - nämlich einen Mailserver installierst wo man seine Mails drüber schinken kann sodass Sie gescannt werden!?

Also nicht - das wärs doch!

Ich bin genial, wenn es darum geht anderen Ideen aufzuhalsen...sorry

Antwort

Themen zu Virenschutz als gesetzliche Grundlage ?
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Zum Thema Virenschutz als gesetzliche Grundlage ? - Also ich bin ja schon lange der Meinung, jeder E-Mail Anbieter sollte es zur Pflicht auferlegt werden Virenschutz auf den E-Mail Servern zu installieren. Natuerlich auch mit regelmaessigen Updates (noch - Virenschutz als gesetzliche Grundlage ?...
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