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Verdacht auf Schadcode (Robotersauger-App nicht im Gastnetzwerk verwendet) Wertes Trojaner-board, ich benötige Unterstützung wegen Befürchtung auf Schadcode. Wir benutzen seit einigen Jahren einen China-Saugroboter (Hersteller Xia.......i, produziert auch Autos). Die Steuerung erfolgt gelegentlich per App, der Sauger hängt im Gastnetzwerk. Bedingt durch eine Änderung des WLAN-Keys des Gast-Netzwerkes war das Gastnetzwerk für diese App nicht verfügbar und hat sich über das WLAN-Standardnetzwerk mit dem China-Surfer verbunden. Hatte beim Start des Handys nicht bedacht, dass dieses Handy das Standard-WLAN kennt und sich dort automatisch einloggt. Dieser Vorgang dauerte ca 2 Minuten, die Nutzerdaten waren noch nicht geladen, bis ich das Handy abschalten konnte. Ein anschließender Fullscan mit Bitdefender und Microsoft Defender waren negativ(kein Schadcode ). Vorhandenes Equipment: Laptop 5 Monate alt, Windows 11. Besteht die Gefahr dass ich mir bei diesem Vorgang einen Schadcode eingefangen habe? Wenn ja, was ist zu tun Vorab vielen Dank. Sirloin |
Die Anfrage verstehe ich nicht. Wie kommst du auf den Trichter, dass sofort jeder Windows-PC die Pest haben muss, wenn du ein Chinagerät in dein Netzwerk hängst? Wer zählt dir so einen Mist? |
Hallo Cosinus, vielen Dank für deine prompte Antwort. Sorry für die nicht vorhandene Security-Expertise. Allgemein und auch in einschlägigen Foren wird empfohlen nicht 100% vertrauenswürdige Apps in ein Gastnetzwerk zu hängen um zu verhindern, dass eventuell eingefangener Schadcode auf andere Geräte die im Home Netzwerk hängen verbreitet wird. Kann ich deine Antwort so verstehen: über eine App eines namhaften chinesischen Herstellers ist es unwahrscheinlich/nicht möglich sich mit einem Schadcode zu infizieren? Ich habe ein sehr großes Sicherheitsbedürfnis und verwende daher wo es nur geht 2FA, Passkey, PW >100 bit, häufiger PW- Wechsel, Token (bevorzugt ohne Internetanbindung), Zert-Check, etc. |
Zitat:
Ich weiß nicht woher das kommt, vermute aber irgendwelche Netzwerkausrüster und Youtube-Influencer/Wichtigtuer - hatte das erst letztens bei einem alten Bekannten gesehen; da hat ein "Spezialist" sein Home-Netzwerk mit 15 VLANs verunstaltet :balla: Selbst das kleine QNAP-NAS hatte eigene Firewallregeln nur um internen Verkehr auch noch zu verhindern. Denn direkt aus dem Internet kann eh nichts auf die Geräte intern zugreifen, dazu müsste man schon mutwillig irgendwelche Portweiterleitungen einrichten (DNAT-Regeln im Router) :stirn: Zitat:
Wie auch immer, einem benachbarten Windows-Client im LAN passiert so nichts. |
&Ja die Frage verstehe ich warum ich Geräte nutze deren Herstellern ich nicht vertraue. Der Wunsch die technischen Errungenschaften zu nutzen sind manchmal größer als die Vernunft. Um jedoch die Wassermenge bei einem saugwischer einstellen zu können musste die App verwendet werden, der jedoch alle Berechtigungen entzogen worden, bis auf die absolut notwendigen. Und Windows ist eben für einen Durchschnittsverbraucher meist die einzige Wahl. Ich habe mich unter anderem an die Empfehlungen des BSI gehalten und waren wegen meines Fehlers die App im Home-Netzwerk zu verwenden, verunsichert. Aus meiner Sicht sind die Empfehlungen des BSI mit wenig bis keinen Details versehen wie eine Infizierung mit Schadcode in diesem konkreten Fall erfolgen kann bzw dies in einem Gastnetzwerk verhindert werden kann. BSI: Gäste können kaum Schaden im eigentlichen Heimnetzwerk anrichten. Selbst wenn sich z. B. Schadsoftware auf dem Laptop oder Smartphone eines Gastes befindet und sich der Besuch mit Ihrem Gäste-WLAN verbindet, bleiben Ihre Daten sicher. Denn Sie wickeln das Onlinebanking oder den Versand persönlicher Daten im gesicherten Heimnetzwerk ab. Sie können Rechte vergeben, z. B. festlegen, welche Seiten besucht werden dürfen oder wie viel Bandbreite zur Verfügung steht. Das bedeutet, Sie können bestimmen, welche Funktionen Ihre Gäste verwenden dürfen und so die Kontrolle über Ihre Internetverbindung behalten. Außerdem eignet sich das Gäste-WLAN bzw. ein separates WLAN gut, um smarte Geräte einzubinden. Ein womöglich unsicherer Saugroboter oder eine nicht entsprechend eingerichtete Rollladensteuerung können dort weniger Schaden anrichten. Fazit für mich: Es gibt nichts weiteres zu tun und kein Grund für meine Besorgnis dass ich mir auf diesem Weg einen Schadcode eingefangen habe? Vorab vielen Dank. |
Also ich formuliere es nochmal so: Es ist natürlich nicht falsch, solche Geräte in ein isoliertes WLAN zu stecken oder extra dafür ein VLAN einzurichten. Aber es ist völliger Quatsch, dass manche selbsternannten Spezialisten immer behaupten, es würde sofort die gesamte Sicherheit zusammenbrechen und jeder Windows-Client die Pest bekommen, nur wenn so ein Smartgerät im selben LAN/WLAN steckt, wie dein Windows-PC. Man kann nicht einfach so Schadcode remote auf einem Windows-PC ausführen, nur weil der direkt erreichbar (also benachbart) ist. Da müsste man schon selbst so einiges an Windows mutwillig verstellen und wohl auch alle Updates absichtlich umschiffen damit man derartige Sicherheitslücken aufreißt, die das ermöglichen. Und Onlinebanking hat da überhaupt nichts mit zu tun. Das klingt auch mal wieder nach Panikmache von irgendjemanden mit gefährlichem Halbwissen. Wenn du mit deinem PC, egal ob der nun mit Linux oder Windows läuft, die Website deiner Bank besuchst, dann ist der Verkehr dank HTTPS zwischen diesem PC und dem Server der Bank ENDE-ZU-ENDE verschlüsselt. Da kann niemand mitlesen, v.a. nicht einfach so, egal ob der Angreifer nun im Internet ist oder auf einem Chinateil, das ebenfalls direkt in deinem Netzwerk eingebunden ist. Der Angreifer müsste den gesamten Traffic mitlesen (was ja an sich schon schwierig genug ist) und dann versuchen mit brachialer Rechenpower den Schlüssel zu errechnen, ohne diesen sieht er nur verschlüsselten Zeichenbrei. Bei aktuellen Verschlüsselungverfahren, die bei HTTPS zum Einsatz kommen, wurden sogar zukünftige Angriffe mit Quantencomputern berücksichtigt (TLS 1.3 mit ML-KEM) - es ist also nach derzeitiger Kenntnis für Unbefugte unmöglich, diesen verschlüsselten Traffic im Klartext zu lesen. |
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